Willigis, Erzkanzler und gleichzeitig Erzbischof des Deutschen Reiches, legte 975 den Grundstein für den Dom St. Martin, erbaut nach dem Vorbild von St. Peter in Rom. Im August 1009, am Tag der Weihe, zerstörte ein Brand das Gebäude, und erst 1036 konnte der Dom erneut genutzt werden. Aus dieser Zeit stammt das älteste erhaltene Ausstattungsstück der romanischen Pfeilerbasilika (die bronzenen Türflügel des Marktportals. Der Dom hat drei Schiffe, zwei Chöre und viele Kapellenanbauten. St. Martin ist der Westchor mit dem Hauptaltar, der Ostchor St. Stephan geweiht.
Vor 1137 errichtete Erzbischof Adalbert die romanische Gotthard-Kapelle, die als Hauskapelle der Erzbischöfe anfertigte. Dort wird ein Kruzifix aus der Stauferzeit aufbewahrt.
Der Ostchor mit seinen über zwei Meter dicken Mauern ist der älteste Teil des Domes. Einen besonderen Schmuck stellen die Kapitelle des Liebfrauenportals dar, die von lombardischen Steinmetzen um 1100 gemacht worden sind. Im 19. Jahrhundert fand man unter dem Ostchor eine Krypta, die im Stil des 11. Jahrhunderts gebaut worden ist.
Zwischen 1200 und 1239 entstand der spätromanische Westchor. Im 15. Jahrhundert erhielt sein Vierungsturm eine gotische Glockenstube.
Der Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert ist zweigeschossig. In den hinzugefügten Stiftsgebäuden lebten früher die Domherren. Heute ist dort das Diözesan- und Bischöfliche Dommuseum untergebracht.
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